Maßnahmenraum Limburg-Weilburg

WRRL-Umsetzung

Projektträger für die WRRL-Umsetzung im Maßnahmenraum Limburg-Weilburg ist die Marktgemeinde Weilmünster zusammen mit den Gemeinden Villmar und Weinbach. Von den genannten Gemeinden wurden 12 Gemarkungen (Aulenhausen, Aumenau, Blessenbach, Edelsberg, Elkerhausen, Falkenbach, Gräveneck, Laubuseschbach, Rohnstadt, Seelbach, Villmar und Weilmünster) zusammengefasst [siehe Karte "Maßnahmenraum und Belastungspotenzial" (PDF), Quelle: IfÖL], die ein Belastungspotenzial für Stickstoff von >2,5 aufweisen und damit in den Bereich der mittleren Maßnahmenpriorität und Beratungspriorität (3) anzusiedeln sind [vgl. Abbildung "Belastungspotenzial" (PDF), Quelle: HLUG]. Im folgenden Ausschnitt ist ein Teil der Karte des Maßnahmenraumes mit dem Belastungspotenzial dargestellt. Diese zeigt den gesamten Maßnahmenraum Limburg-Weilburg und steht als PDF zur Verfügung.

Zwei weitere Gemarkungen (Langenbach und Weinbach) werden aufgrund ihres Belastungspotentials für Stickstoff ≥ 3 in den Bereich der hohen Maßnahmenpriorität und Beratungspriorität (2) [vgl. Abbildung "Belastungspotential" (PDF), Quelle: HLUG] eingeordnet. Zusätzlich werden zwei Gemarkungen (Langhecke und Freienfels) wegen der hohen Erosionsgefährdung sowie der engen Flächenbeziehungen ebenfalls in den Maßnahmenraum einbezogen. Dies bedeutet, dass für insgesamt 16 Gemarkungen mit ca. 4.621 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche Maßnahmen umgesetzt werden.


Beratung

Entsprechend dem Belastungspotential und dem daraus resultierendem Belastungsindex ist eine unterschiedliche Maßnahmenpriorität mit jeweils unterschiedlichen Beratungsaufgaben und Beratungsinhalten vorgesehen [vgl. Abbildung "Belastungspotential" (PDF), Quelle: HLUG].

Die Grundberatung wird flächendeckend für ganz Hessen vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) durchgeführt [siehe LLH]. Die WRRL-Grundberatung im Limburger Raums erfolgt durch Frau Christina Schmidt (LLH Marburg).

Mit der Zusatzberatung zur Gewässer schonenden Landwirtschaft wurde das Ingenieurbüro für Ökologie und Landwirtschaft (IfÖL, Kassel/Malsfeld) beauftragt. Dies umfasst Gemarkungen mit der Maßnahmenpriorität (3) und (2). Diese Beratungsebene ist eng verzahnt sowohl mit der Grundberatung des LLHs als auch der landwirtschaftlichen Beratung der Kooperationen in den Wasserschutzgebieten Rohnstadt, Langenbach und Gemeindestollen der Gemeinde Weilmünster. Das Beratungskonzept beinhaltet neben der Durchführung von Informationsveranstaltungen und themenaktuellen Feldführungen auch die Analyse von Nmin-Bodenproben und Wirtschaftsdüngeranalysen. Im Fokus der Beratung stehen 12 Leitbetriebe des Maßnahmenraums. Dort werden Demonstrations- oder Praxisversuchsflächen eingerichtet und eine gezielte Betriebsberatung zur Optimierung des Stickstoffmanagements angestrebt. Das komplette Beratungsangebot von IfÖL im Maßnahmenraum Limburg-Weilburg finden Sie hier.

Unsere Ansprechpartner stehen Ihnen gerne für Fragen und Auskünfte zur Zusatzberatung der Gewässer schonenden Landwirtschaft im Maßnahmenraum Limburg-Weilburg zur Verfügung.

Standörtliche Situation

Der Maßnahmenraum befindet sich im westlichen Mittelhessen, im Landkreis Limburg-Weilburg. Naturräumlich liegt der Landkreis zwischen den Mittelgebirgen Taunus und Westerwald und ist durch die Tallandschaft der Lahn geprägt. Er läßt sich in zwei Gebiete gliedern. Zum einen in den nordöstlichen Teil, welcher durch das Lahntal geprägt, in das Limburger Becken und damit eine Agrarlandschaft mit lößlehmreichen Böden mündet. Zum anderen in den westlichen Teil, dieses Gebiet zeichnet sich durch seine Schieferverwitterungsböden des auslaufenden östlichen Hintertaunus aus.
Geologisch befinden wir uns in der Region im oberen bis mittleren Devon. Dort sind vorwiegend Tonschiefer, Quarzite, Sandstein, aber auch vereinzelt Kalkstein, Dolomit und geschieferte basische Pyroklastite zu finden. Das Limburger Becken sowie Teile des Lahntals wurden im Quartär mit mächtigen Lößlehm-Schichten bedeckt.
Eine dementsprechende Gliederung läßt sich auch auf der Bodenkarte des Maßnahmenraumes (PDF) [Quelle: IfÖL] wiederfinden. In den Tallagen des nordöstlichen Teils sind Parabraunerden und Pseudogley-Parabraunerden vorherrschend, während im westlichen Teil Braunerden überwiegen. Im folgenden Ausschnitt ist ein Teil der Bodenkarte von Edelsberg dargestellt.

Der gesamte Maßnahmenraum umfasst eine Fläche von ca. 12.000 ha. Dabei nutzt die Landwirtschaft nahezu ebenso viel Flächenanteil (46%) wie der Forst mit einem Anteil von 47% an der Gesamtfläche. Der Anteil der ackerbaulichen Nutzung liegt bei 31% an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche, diejenige der Grünlandnutzung bei 15%. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nehmen 7% der Fläche des Maßnahmenraums ein. Ackerflächen mit ausgewiesener Erosionsgefährdungsstufe 1 (cc1) und 2 (cc2) belaufen sich auf 63%.



Aktuelles

Nachernte-Nmin-Werte in Limburg-Weilburg 2018 (PDF) [17.8.18]

4. Rundschreiben Herbstdüngung und HALM (PDF) [24.7.18]

Sommerrundschreiben: Hinweise zum Zwischenfruchtanbau und zur Herbstdüngung (PDF) [5.7.18]

Einladung zur Feldbegehung am 31. Mai 2018 in Gräveneck! Begleitend: Infiltrationsmessung und Tag des Offenen Hofes bei Familie Hölz (ansehen!)

2. Rundschreiben: Düngeempfehlungen für die Sommerkulturen und zur 2. N-Gabe (PDF)

1. Rundschreiben mit Nmin-Werten und Düngeempfehlungen (PDF)

Vorwinter-Nmin-Werte 2017 (PDF)

Nutzen Sie unseren kleinen Online-Rechner zur Herbstdüngung! (Link)

Merkblatt zur neuen Düngeverordnung (PDF)

"Welche Zwischenfrüchte passen auf Ihrer Fläche?"
(Excel-Arbeitsblatt)

Informationen zu
HALM
Greening

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